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Physik

Eines der brisantesten Themen der wissenschaftlichen Diskussion ist die  Auswirkung der  Wasserforschung auf die gegenwärtige Sichtweise der Homöopathie.

 

Wasser ist die am häufigsten vorkommende chemische Verbindung auf der Welt und Leben ist ohne Wasser in flüssigem Aggregatszustand unmöglich. Die Form des Moleküls, seine ausgeprägten elektrischen Dipole, sowie auch seine Fähigkeit zur Ausbildung intermolekularer Brücken sind für die besonderen Eigenschaften von Wasser verantwortlich, die teilweise stark von denen anderer Flüssigkeiten abweichen.

Die Eigenschaften von Wasser komplett zu erforschen ist nach wie vor Gegenstand intensiver Forschungstätigkeit.

Aktuell werden vor allem Grenzflächeneigenschaften und Situationen, in denen Wasser Bindungen mit organischen Substraten eingeht, fokussiert. Bei diesen Prozessen werden lokale Eigenschaften von Molekülen derart moduliert, dass das spezifische Verhalten in biophysikalischen Prozessen häufig entscheidend beeinflusst wird.

 

Thermolumineszenzmethode

Kooperation mit einem der berühmtsten Forschungszentren in Frankreich – Illkirch
Aerial – Technology Resource Center

Eines der Grundanliegen, Homöopathie wissenschaftlich zu erklären, konnte durch den Gastvortrag von  Prof. Louis Rey Ph.D.+ und die fortlaufende Zusammenarbeit in seinem Forschungslabor Aerial in die Tat umgesetzt werden.

Prof. Rey hat mit Hilfe der “Thermolumineszenzmethode“ nachgewiesen, dass Wasser gleichsam ein „Gedächtnis“ für Stoffe hat, die vorher darin gelöst waren.

Dazu wird tiefgefrorenes Wasser mit Röntgen- oder Gammastrahlen aktiviert und anschließend wieder langsam erwärmt. Bei der Erwärmung  wird die gespeicherte Energie in Form messbarer Lumineszenz (selbstständige Abgabe von Lichtquante, dargestellt als peaks)wieder abgegeben. Die Stärke der peaks lässt Rückschlüsse auf die Bildungsverhältnisse im Eis zu, die wiederum aus der molekularen Struktur des Wassers resultieren. Rey löste verschiedene Salze (Natriumchlorid und Lithiumchlorid) in Wasser und zum Vergleich in schwerem Wasser (D20. Die genannten Salze bewirken eine Abschwächung des Signals. Er verdünnte und potenzierte die Lösungen stufenweise so weit, dass mathematisch gesehen kein Molekül der Salze mehr in der Lösung enthalten ist. Vergleichbar zu den molekularen Salzlösungen waren die peaks unter dem Einfluss der verschiedenen Salzlösungen schwächer als bei reinem Wasser und deutlich schwächer als bei schwerem Wasser. Daraus postulierte Rey, dass Wasser sich die Struktur „merkt“, die einmal schon gelöst waren.

Homöopathen gehen ebenfalls von  der Annahme aus, dass polare Substanzen wie Wasser, die Informationen von Arzneistoffen speichern.

(Literatur: Physica A (pdf), 323 (2003) 67-74, Elsevier-Verlag, Oxford)

 

Auf Grund der Arbeiten von E. Duval wird eine neue Interpretation  angedacht.

Long-lived submicrometric bubbles in very diluted alkali halide water solutions (pdf)

E. Duval et al, Phys. Chem. Chem. Phys. 14, 4125 (2012).

Der Autor zeigt experimentell durch Rayleigh-Streuung, dass Proben von reinem Wasser oder von niedriger Konzentration von Salzlösungen nach Potenzierung eine große Anzahl von gasförmigen Microbubbles enthalten, die in der Flüssigkeit aufgrund ihrer geringen Größe für sehr lange Zeit erhalten bleiben. Der experimentelle Nachweis stammt aus einer sorgfältigen Bewertung des Landau-Placzek Verhältnisses zwischen Rayleigh-und Brillouin-Streuung.

Unser Interesse könnte sich auf das Verhalten der Schnittstellen Flüssigkeit/Luft konzentrieren. Ihre Fläche ist sehr groß und kann eine wichtige Rolle bei der Verteilung der Tensidmoleküle spielen.

 

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